Unsere Region. Viele Stimmen.
Erst die Fakten. Dann die Entscheidung.
Am 13. November entscheidet der Kreistag über die Bewerbung für einen Nationalpark am Rothaarkamm. Eine Weichenstellung mit Wirkung über Jahrzehnte.
Für zentrale Folgen dieser Entscheidung liegt bislang keine unabhängige, auf unsere Region zugeschnittene Gesamtbewertung vor.
Wir finden: Bevor entschieden wird, müssen Nutzen, Kosten und mögliche Auswirkungen belastbar geklärt sein.

WARUM JETZT?
Mehr Zeit ist gut. Jetzt muss sie auch genutzt werden.
Der Kreistag sollte ursprünglich bereits im September über die Bewerbung für einen Nationalpark entscheiden. Inzwischen ist die Entscheidung für den 13. November vorgesehen.
Wir begrüßen diese zusätzliche Zeit. Eine Weichenstellung, die Natur, Wald, Wirtschaft, Kommunen und den Alltag in unserer Region über Jahrzehnte prägen kann, verdient eine sorgfältige Grundlage.
Doch mehr Zeit schafft nicht automatisch mehr Klarheit.
Bislang liegt keine unabhängige, auf den Rothaarkamm zugeschnittene Gesamtbewertung vor, die die entscheidenden Folgen für unsere Region zusammenführt. Dazu gehören unter anderem wirtschaftliche Auswirkungen, öffentliche Kosten, touristische Chancen und Voraussetzungen, Fragen zu Natur und Wald sowie mögliche Folgen für Infrastruktur, Alltag und regionale Entwicklung.
Genau hier liegt für uns der entscheidende Punkt:
Die zusätzlichen Wochen bis November sollten genutzt werden, um offene Fragen zu klären und belastbare Entscheidungsgrundlagen vorzulegen.
Mehr Zeit ist dann ein Gewinn, wenn sie für mehr Klarheit genutzt wird.
Die NRW-Regierung sucht nach einer Region für einen zweiten Nationalpark neben der Eifel. Auch eine rund 4.300 Hektar große Staatswaldfläche am Rothaarkamm wird als mögliche Kulisse betrachtet.
Nach intensiver öffentlicher und politischer Diskussion entscheidet der Kreistag Siegen-Wittgenstein, keine Nationalparkkulisse in den damaligen Findungsprozess einzubringen.
Eine wichtige Begründung: Eine breite Unterstützung in Kommunen, gesellschaftlichen Gruppen und Bevölkerung erschien innerhalb des damaligen Zeitrahmens nicht erreichbar.
Nach einer Vorbereitungsphase beschäftigt sich der Kreis erneut mit einem möglichen Nationalpark am Rothaarkamm.
Die Grundsatzentscheidung des Kreistags ist nun für den 13. November vorgesehen.

Zukunft Siegen-Wittgenstein e.V. ist ein Bündnis aus Unternehmen, Waldbesitzern, Landwirten, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der Region.
Uns verbindet keine Parteilinie, sondern die Überzeugung, dass über einen Nationalpark am Rothaarkamm erst entschieden werden sollte, wenn seine Folgen für Arbeit, Natur, Kommunen und Alltag belastbar untersucht sind.
wofür wir einstehen
Naturschutz und regionale Entwicklung sind kein Entweder-oder.
Nationalparks können viel für Artenvielfalt, Forschung und Naturerleben leisten. Diese Stärken erkennen wir an.
Deshalb lautet die entscheidende Frage für uns auch nicht: Naturschutz oder kein Naturschutz? Die Frage lautet:
Welcher Weg dient Natur und Region in Siegen-Wittgenstein am besten?
Dabei müssen auch die Schutzinstrumente berücksichtigt werden, die heute bereits bestehen, ebenso wie die konkreten Auswirkungen eines zusätzlichen Nationalparks.
Was bedeutet er für Natur und Wald? Welche Chancen entstehen? Welche Kosten und Folgewirkungen sind zu erwarten? Was bedeutet die Entscheidung für Arbeit, Kommunen, Tourismus und den Alltag der Menschen?
Auf diese Fragen brauchen wir belastbare Antworten für Siegen-Wittgenstein.
Erfahrungen aus anderen Nationalparks können Orientierung geben. Sie ersetzen aber keine Untersuchung der konkreten Bedingungen unserer Region.
Auf der heutigen Grundlage halten wir eine Bewerbung deshalb nicht für verantwortbar.
Das ist kein Nein zum Naturschutz. Und es bedeutet auch nicht, dass die Alternative Nichtstun heißt.
Natur ist wichtig. Aber Arbeit, Kommunen und der Alltag der Menschen sind es auch.
Wir können es uns nicht leisten, das eine gegen das andere auszuspielen.
Worum es konkret geht
Acht Sorgen.
Acht Prüfaufträge.
Wir führen diese Debatte nicht aus Prinzip, sondern aus konkretem Anlass.
Menschen und Betriebe in Siegen-Wittgenstein fragen, was ein Nationalpark am Rothaarkamm für ihre Arbeit, ihre Gemeinden und ihren Alltag bedeuten würde.
Deshalb benennen wir zu jedem Punkt, was uns Sorge macht, warum die Frage berechtigt ist und was Klarheit schaffen würde.
Unser Maßstab ist einfach: Wo belastbare Antworten und Untersuchungen vorliegen, erkennen wir sie an. Wo sie fehlen, sagen wir das ebenso.

unabhängig von der entscheidung:
Die Alternative darf nicht Nichtstun heißen.
Die Debatte über einen Nationalpark berührt eine größere Frage:
Wie wollen wir Natur, Wald und regionale Entwicklung in Siegen-Wittgenstein langfristig miteinander verbinden?
Diese Aufgabe bleibt – unabhängig davon, wie der Kreistag am 13. November entscheidet.
Wir wollen deshalb nicht nur darüber sprechen, was gegen oder für eine einzelne Schutzform spricht.
Wir möchten, dass aus der aktuellen Debatte ein ambitionierter Zukunftsauftrag für die Region entsteht. Dazu gehören für uns:

zukunft siegen-wittgenstein e.v.
Viele Stimmen für eine sorgfältige Entscheidung.
Zukunft Siegen-Wittgenstein ist ein Bündnis aus Unternehmen, Waldbesitzern, Landwirten, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der Region.
Uns verbindet keine Parteilinie, sondern die Überzeugung, dass über einen Nationalpark am Rothaarkamm erst entschieden werden sollte, wenn seine Folgen für Arbeit, Natur, Kommunen und Alltag belastbar untersucht sind.
Dabei haben wir konkrete, überprüfbare Sorgen benannt. Für zentrale Folgen der Entscheidung fehlt aus unserer Sicht weiterhin eine unabhängige, auf den Rothaarkamm zugeschnittene Gesamtbewertung.
Deshalb gilt für uns:
Erst klären, dann entscheiden.
dabei bleiben
Begleiten Sie die Debatte.
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